Was drei kleine Gewohnheiten wirklich mit mir gemacht haben

Hey Reader,

Vielleicht hast du es schon auf meinem WhatsApp-Kanal gesehen: Dort habe ich über einige meiner Wochenendgewohnheiten geschrieben, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte.

Eine davon betrifft meine Finanzen. Ich nehme mir am Wochenende kurz Zeit, um nach ihnen zu sehen und mir einen Überblick zu verschaffen. Danach habe ich ein ruhigeres Gefühl und starte mit freiem Kopf in die neue Woche.

Die zweite Gewohnheit ist das Schreiben dieses Newsletters, den du gerade liest.

Die SonntagsGedanken sind für mich ein Rückblick auf die vergangene Woche: auf meine Gedanken und Erlebnisse, auf Dinge, die ich gesehen oder gelesen habe, und auf alles, was mich beschäftigt hat. Ich plane den Newsletter nie lange im Voraus. Am liebsten setze ich mich samstags hin und schaue, was gerade da ist.

Und dann gibt es noch meine dritte Gewohnheit: Sonntags, nachdem ich meinen eigenen Newsletter gelesen habe 😂, nehme ich mir Zeit zum Nachdenken. Ich beantworte ein paar Fragen, lasse die vergangene Woche noch einmal Revue passieren und schaue auf die nächste.

Diese Routinen nehmen nicht viel Zeit in Anspruch. Maximal 30 Minuten, höchstens eine Stunde.

Ich hatte sie nicht immer.

Früher suchte ich oft im Außen nach etwas, das mir ein besseres Gefühl geben sollte. Ich scrollte durch die sozialen Medien und las motivierende Beiträge. Für einen kurzen Moment dachte ich dann: „Ja, genau. Das ist so motivierend!“ Aber ein paar Minuten später war das Gefühl schon wieder verschwunden.

Nach und nach fand ich meine eigenen Routinen.

Und ehrlich gesagt war es am Anfang gar nicht so einfach, mich wirklich hinzusetzen, mir Zeit zum Nachdenken zu nehmen und meine Gedanken kommen zu lassen.

Heute möchte ich diese Zeit nicht mehr missen.

Ich kann aufschreiben, was mir durch den Kopf geht.

Ich erkenne eher, was mich gerade bremst, was gut gelaufen ist und worauf ich vielleicht sogar ein bisschen stolz sein darf.

Vor allem muss ich nicht mehr alles nur in meinem Kopf mit mir selbst ausmachen.

Dafür brauche ich weder stundenlang Tagebuch zu schreiben noch besondere Hilfsmittel. Ein Notizbuch, ein Stift und ein wenig Zeit für mich reichen.

Seitdem hat sich nicht nur meine Beziehung zu mir selbst verändert. Ich merke sogar, dass ich anders mit meinem Mann spreche, weil ich meine eigenen Gedanken vorher besser sortiert habe.

Natürlich müssen deine Routinen nicht so aussehen wie meine.

Vielleicht magst du keinen Wochenrückblick.

Vielleicht möchtest du lieber spazieren gehen, zehn Minuten lesen, deine Finanzen ordnen oder einfach einmal in Ruhe Kaffee trinken.

Ich glaube, entscheidend ist nicht, was wir tun.

Es ist die kleine Verabredung mit uns selbst – und das Gefühl, diese Zeit nicht jedes Mal wieder neu aushandeln zu müssen.

Vielleicht gibt es auch etwas, das dir gut tun würde und für das bisher nie der richtige Moment zu sein scheint.

Es muss nichts Großes sein.

Vielleicht darf es einfach einen festen Platz in deiner Woche bekommen.

–Katja


SonntagsGedanken von Katja

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