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Hey Reader, Eine Sport-App, die ich am liebsten sofort wieder gekündigt hätte. Vor zwei Monaten bin ich auf Facebook über eine neue App gestolpert. Ja, es war Werbung. Aber sie hat mich direkt abgeholt. Fit werden und abnehmen mit einem täglichen 15-Minuten-Workout. Ganz ohne Geräte. Das klang nach genau dem, was ich suchte. Zuhause trainieren. Wenig Zeit. Kein großer Aufwand. Also habe ich mich angemeldet. Rund 30 Euro für 12 Wochen. Nichts Dramatisches. Ich war hungrig nach etwas Neuem. Nach einem kleinen Impuls, der mich wieder in Bewegung bringt. Die ersten Einheiten waren ernüchternd. Drei, vielleicht vier Workouts, und ich war mir ziemlich sicher: Das war ein Fehlkauf. Die Videos waren schwer zu verstehen. Ich fühlte mich unbeholfen. Und natürlich sah ich nach ein paar Tagen noch keine Ergebnisse. Ich war kurz davor, mein Geld zurückzufordern. Aber ich tat es nicht. Ich blieb dran. Irgendetwas in mir wollte nicht gleich wieder aufgeben. Und irgendwann merkte ich, dass mir die App gefiel. Nicht wegen der Videos, sondern wegen der Verantwortung, die sie mitbrachte. Fünfmal die Woche Sport. Ein klarer Rahmen. Ein Versprechen an mich selbst. Nach vier Wochen wurde es leichter. Ich habe meinen Rhythmus gefunden. Und jetzt, nach acht Wochen, bin ich froh, dass ich nicht aufgehört habe. Ich fühle mich besser. Mein Körper ist fitter. Ein paar Kilos sind verschwunden. Aber das ist nicht der Kern der Sache. Das Wichtigste ist: Ich mag meinen Körper wieder mehr. Ich habe das Gefühl, ihm etwas Gutes zu tun – meiner Gesundheit, meinem Kopf, meinem ganzen Wohlbefinden. Vielleicht war genau das der eigentliche Anfang, dieses leise Gefühl: Ich kümmere mich wieder um mich. Vielleicht ist das etwas, das ich aus diesen acht Wochen mitnehme: Nicht jeder Anfang fühlt sich gleich richtig an. Aber wenn man nicht sofort aussteigt, kann etwas entstehen. Ein Rhythmus. Ein kleines Vertrauen. Ein Gefühl von: Ich bin noch dabei. Und vielleicht ist das manchmal schon genug. Wo könntest du dir selbst gerade noch ein bisschen Zeit geben, bevor du vorschnell aufgibst? Ich nehme genau diesen Gedanken mit in diesen Sonntag. –Katja |
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