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Hey Reader, Bin ich die Einzige, oder ist der Druck rund um Schönheit, Aussehen, Ernährung, Bewegung und Lebensstil heute größer denn je? Als ich ein Teenager war, brachte mein Vater irgendwann das erste Fitnessmagazin mit nach Hause. Und ich war sofort fasziniert. Es ging um Fitness, gesunde Ernährung und ein gutes Leben — Themen, die mich damals wirklich interessiert haben. Und ehrlich gesagt interessieren sie mich bis heute. Kleine Randnotiz: Viel von dem, was ich heute über gesunde Gewohnheiten weiß, habe ich damals durch dieses Magazin gelernt. Aber heute fühlt es sich anders an. Heute scheint plötzlich jeder Experte zu sein. Überall gibt es etwas, das man angeblich tun sollte.
Und wenn du das nicht tust? Dann fühlt es sich schnell so an, als würdest du nicht genug machen. Oder noch schlimmer: Als wärst du nicht genug. Aber mal ehrlich: Wollen wir das wirklich? Und macht es unser Leben wirklich besser, wenn wir uns ständig verbiegen, nur um dem nächsten Trend zu folgen — obwohl er gar nicht in unser echtes Leben passt? Ich glaube nicht. Ich finde Tipps und Impulse hilfreich. Wirklich. Ich bin dankbar für gute Gedanken, gute Ideen und Dinge, von denen ich lernen kann. Aber ich glaube nicht mehr, dass jede gute Idee automatisch zu meiner Regel werden muss. Das kann ich heute ziemlich sicher sagen, weil ich selbst vieles ausprobiert habe. Und ich musste erkennen: Fast 90 Prozent davon haben nicht zu meinem Leben gepasst. Das heißt nicht, dass diese Tipps schlecht waren. Es heißt auch nicht, dass sie nicht funktionieren. Es heißt nur: Sie waren nicht für mich gemacht. Und das musste ich erst lernen. Ich stehe nicht um 4 Uhr morgens auf. Das tut mir nicht gut. Und ganz ehrlich: Ich muss es auch nicht. Ich laufe morgens um 6 Uhr keinen Marathon. Das ist nicht mein Leben. Was für mich funktioniert, sind 15 bis 20 Minuten Bewegung am Morgen. Meistens gegen 8 oder 9 Uhr. Das fühlt sich gut an. Ich kann es leicht umsetzen. Es passt in meinen Alltag. Kein Stress. Und das Wichtigste: Ich fühle mich gut damit. Ich merke, dass es meiner Gesundheit guttut. Nicht, weil es extrem ist. Und genau das wird mir immer wichtiger. Nicht jeder Gesundheitstipp muss genauso umgesetzt werden, wie jemand anders ihn erklärt. Ich darf zuhören. Und dann darf ich anpassen. Vielleicht ist das die leise Wahrheit, zu der ich immer wieder zurückkomme: Ein guter Tipp ist für mich nur dann wirklich gut, wenn er in mein echtes Leben passt. Nicht in mein perfektes Leben. In mein echtes Leben. Und manchmal ist genau das die ehrlichere Form von Selbstfürsorge: Nicht noch mehr aus mir herauszuholen. Sondern hinzuhören.
Vielleicht müssen wir gar nicht härter mit uns werden, um gesünder zu leben. Vielleicht dürfen wir einfach wieder freundlicher mit uns werden. Und etwas wählen, das bleibt. Nicht, weil es beeindruckend aussieht. Sondern weil es uns wirklich guttut. Du musst nicht jede gute Idee zu deiner Regel machen. Du darfst anpassen. Auch das ist ein guter Weg. –Katja |
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